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Donnerstag, 3. Februar 2011
Von LA ueber Machu Pichu nach La Paz
karsten346, 02:30h
HI,
ja, ich weiss, ich lass euch manchmal furchtbar lange auf Neuigkeiten warten, aber ihr lasst es mich ja dann zum Glueck auch wissen, hiermit einen ganz besonderen Gruss an Micha. :) Naja, auf jeden Fall, sorry nochmal. Von San Diego aus habe ich dann am 11. noch einen kleinen Abstecher nach Tichuana Mexico gemacht, was wirklich sehr witzig, aber nicht richtig Mexico war (trotzdem Haken auf der Liste). Dann bin ich wieder zurück Richtung LA aufgebrochen, wohin mich gluecklicherweise ein paar andere Traveller mit dem Auto mitnehmen konnten, was zum einen cool war, weil es bequemer war, als per Bus und wir haben noch ein paar Stopps an der Kueste gemacht, was ganz schoen war, unter anderem auch da wo OC gedreht wurde, was ich aber erst dort erfahren hab. Ich hatte dann ca. einen ganzen Tag in LA, aber das war auch genug, da gibts nicht so viel zu machen, wenn man keine 21 ist. Hollywood Boulevard und Beverly Hills hab ich gesehnen, ist aber gar nicht so super toll. Und komisch ist es, dass Quentin Tarrantino keinen Stern hat, aber dafuer muss man sich wohl bewerben und vielleicht hatte der keine Lust. Von LA aus bin ich dann schlussendlich nach Suedamerika, Lima, Peru, aufgebrochen, wo ich dann am naechsten Morgen um 2 angekommen bin. Dort habe ich mich dann mit der Kathi (einer Freundin und Cousine meiner lieben Nachbarin aus Deutschland) getroffen, auch wenn es eine Weile gedauert hat, bis wir uns gefunden haben, da wir uns um einen Tag von der Ankunft her missverstanden haben, aber schlussendlich hat dann alles geklappt und ich bin gut im Hostal in Lima angekommen. Die naechsten 2,5 Tage hat man sich wirklich sehr gut um mich gekuemmert, ich war mit bei der Kathi ihrer FSJ-Einsatzstelle, die in einer kleinen Gemeinde in einem Aussenbezirk von Lima ist. Was auch sehr spannend war, wie es da so ablaeuft und die Kinder waren auch sehr niedlich. Dann haben wir natuerlich auch ein bisschen touristische Sachen gemacht, Kloster, sind auf einen kleinen Berg mitten in der Stadt mit Name St. Christobal gestiegen, von wo aus man sehen kann, wie gross Lima ist, man kann kein Ende sehen, man schaut in eine Richtung und es ist Stadt, Stadt, Stadt... Smog. Den Horizont hat man nicht wirklich sehen koennen. Und zum Schluss durfte ich noch mit auf eine grosse Peruanische Feier, was auch sehr cool war. Es war ein 15ter Geburtstag, aber aus irgendeinem Grund ist das in Peru eine ganz grosse Sache, alle sind angezogen wie beim Abschlussball und es sind sehr viele Gaeste eingeladen und alle tanzen und das Coolste, was ich dort gesehen habe ist, in Peru gibt es die hora loco, da tanzen dann alle 1 Stunde ganz verrueckt und verkleiden sich und werfen Konfetti rum und so, ich finde sowas sollten wir auch haben :). Naja, das war dann auch mein Abschied von Lima denn am naechsten Tag habe ich dann ein Uebernachtbus nach Cuzco genommen und nach 24h und holpriger Strasse bin ich dort auch angekommen. In Cuzco sollte ich mich mit Ule und Christoph in einem vereinbarten Hotel treffen, aber als ich dort angekommen bin, hat die Rezeptionistin mich nur verstaendnislos angeschaut und gemeint, das die 2 nicht hier sind, und gut vorbereitet, wie ich war, hatte ich nicht mal ihre Handynummern, aber nach 4 weiteren Stunden und einer wir-hinterlassen- Zettel- inHotels-Schnitzeljagd haben wir uns dann auf der Strasse getroffen. Alles gut also:) Wir hatten dann 3 Tage um Cusco und die nahe Umgebung zu erkunden, bevor wir ueber den Inka Trail in Richtung Machu Pichu aufgebrochen sind. In Cusco haben wir das Inka-Museum angeschaut, was ganz ok, aber nicht soo toll war, weil eigentlich sehr wenig Informationen gegeben worden sind und noch weniger in Englisch, die ich haette verstehen koennen, aber war schon ok. Dann haben wir noch die Ruinen der Festung Seyzech Hueman und 3 andere angeschaut, die schon sehr beeindruckend waren, aber noch klein im vergleich zu dem was noch kommen sollte. Dann sind wir mit unserer Tour gestartet und am 1sten Tag durch das Heilige Tal gefahren, wo wir weitere Inka Staetten besichtigt haben und es ist schon unglaublich, wie diese Menschen vor 500 Jahren Staedte auf Berggipfel gebaut und dafuer bis zu 200t schwere Granitbloecke dorthin geschleppt haben. Abends angekommen in Ouyatatambo (wahrscheinlich falsch geschrieben) oder km 82 haben wir noch 1mal im Hotel geschlafen, bevor es dann mit Wandern und Zelten los ging. Der 1te Tag unserer Wanderung war noch sehr gemuetlich und wir hatten viel Zeit die Natur und auch ein paar weitere Inka Staetten zu sehen nach 16 km und einem Aufstieg von 2900 auf 3200 sind wir dann bei unserem Camp angekommen und weil wecken spaetestens um 4 war, waren eigentlich alle um 8 im bett :) Tag 2 war, denk ich, vom Wandern her, am anstrengensten. Wir sind frueh morgens los und dann bis auf 4250 m aufgestiegen, was schon sehr beeindruckend war, aber das Atmen beim Wandern war nicht mehr ganz einfach. Was ich hier so beeindruckend neben der Natur fand, waren unsere Porteter, die Traeger, jeder mit einem 25 kg Rucksack, die nach uns die Zelte abgebaut haben, uns dann ueberholt haben (mit Rucksack) und alles wieder aufgebaut und vorgereitet hatten, bevor wir angekommen sind, echt unglaublich. A 3ten Tag haben wir erfahren, wir koennen unsere eigentliche Route nicht einhalten, sondern muessen erst bis Aquas Quallientes absteigen um am naechsten Tag dann den Pichu zu erklimmen :) Tag 3 war dann also von 3700 runter auf 1900 m, was fuer unsere Knie anstrengend war. sonst aber kein Problem und weil es so stark geregnet hatte, wie auch die Tage zuvor, was auch der Grund war weshalb wir unsere eigentliche Route verlassen mussten, konnten wir in Aquas Quallientes nicht zelten, sondern haben ein Hotel bekommen. Und dann war es soweit, am naechsten Tag Machu Pichu und es war unglaublich. Eindeutig zurecht einer der schoensten und beeindruckensten Orte der Welt. Ich denke, auf jeden fall eine der Sachen, die man, wenn irgend moeglich, gemacht haben sollte :) Am Nachmittag sind wir dann wieder mit dem Zug zurueck nach Cusco gefahren, wo wir so gegen 8 angekommen sind und dann abends noch ein bisschen in meinen Geburtstag hinein gefeiert haben, weil wir am naechsten Tag keine Zeit hatten und ueber Nacht mit einem Bus dann nach Arequipa gefahren sind. (Oh, am 26. zur Feier des Tages haben wir Quie gegessen, war aber leider nicht so gut zubereitet, aber ´ne Erfahrung wert). In Arequipa waren wir erst in einem Kloster, das wirklich schoen restauriert war und auch sehr gross, aber fuer mich das Highlight an dem einen Tag, den wir leider dort nur hatten, war das Museum mit Juanita, der Eismumie, einer von vielen, aber der besterhaltensten, die in der Naehe von Arequipa auf den Vulkanen gefunden worden waren. Eigentlich auch eine grausame Geschichte, denn die Eismumien sind alles Kinder, meist Maedchen zwischen 6-13 die geopfert worden sind um die Goetter zu besaenftigen. Das Museum war aber wirklich gut. Dann sind wir zum Titikakasee aufgebrochen und erst in Puno angekommen, wo wir leider ein grosses Volksfest um ein paar Tage verpasst haben, denn Puno ist die Folkorehauptstadt Perus und es waere gut gewesen ein Fest dort mitzuerleben. Sonst gibt Puno, finde ich, nicht so viel her. Deshalb sind wir dann am naechsten Tag auch los um 3 Inseln zu besuchen. Die erste war eine Uros, eine aus Schilf hergestellte Insel, die im See treibt und mit Holzstangen im Boden verankert wird, und dort leben immer noch Leute. Die Inseln muessen alle 30 Jahre erneuert werden und es ist ueberall immer nass:) Die 2te war Amantanie, wo wir auch dann bei einer Familie uebernachtet haben, was auch spannend war. und schlussendlich Tranquille am naechtsen Tag, wo es einen sehr schoenen Weg um die Insel gibt und die fuer ihre Textilarbeiten bekannt ist. Am selben Tag ging es dann zurueck nach Puno und am naechsten Morgen uber die Grenze nach Copacabana, Bolivien, was ein kleinen verschlafenes aber ganz suesses Nest direkt hinter der Grenze ist. Dort gab es nicht viel zu sehen deshalb sind wir dann auch am naechsten Tag direkt weiter nach La Paz, wo wir jetzt 2mal uebernachtet haben und die Stadt besichtigt und ein bisschen entspannt haben. La Paz gefaellt mir, ich weiss nicht so genau warum, vielleicht weil es in einem Kessel liegt wie Stuttgart, nur 3000 m hoeher, keine Ahnung, aber ich finde La Paz hat was. Heute sind Ule und Christoph wieder gen Heimat aufgebrochen und ich habe jetzt noch eine knappe Woche in Bolivien bevor es weiter nach Brasilien geht. Viele Gruesse Karsten ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ... comment |
Letzte Aktualisierung: 2011.05.14, 09:53
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